Das Archiv verliert nichts ...

23.01.2019


Auch wenn die dauerhafte Aufbewahrung die vornehmste Aufgabe von Archiven ist, kommt es vor, dass wertvolle Unterlagen nicht mehr auffindbar sind oder gar als verloren gelten müssen. Umso größer ist dann die Freude, wenn ein solches Stück wieder auftaucht. So wie im Fall der Archivnutzerin Emmy Wilson, die 1946 im Hessischen Staatsarchiv Marburg zur Geschichte des Klosters Frauensee und der zugehörigen Dörfer geforscht, dabei aber versehentlich zwei Originale aus dem 17. Jahrhundert mit nach Hause genommen hatte. Diese Briefe fanden sich nun im Nachlass ihrer Schwester, der Soziologin Elisabeth Busse-Wilson. Dieser wird im AdJb verwahrt und von Archivarin Elke Hack, die die Schriftstücke aus Frauensee inzwischen nach Marburg zurück gebracht hat, sorgsam erschlossen - weitere Überraschungen nicht ausgeschlossen.
Foto: Aus einem Beschwerdebrief des Pfarrers über die Kirchenfeindlichkeit und den unchristlichen Lebenswandel der Dorfbewohner von Frauensee (ca. 1650)