Historische Bildungsarbeit


Das Archiv der deutschen Jugendbewegung stellt eine Säule des Erinnerungsortes Jugendburg Ludwigstein dar. Deren Geschichte als besonderen Ort innerhalb der Jugendbewegung zu vermitteln, bildet den Kern der historischen Bildungsarbeit.  Angebote dazu entwickeln das Archiv und die Jugendbildungsstätte Ludwigstein gemeinsam. Dabei werden die spezifischen pädagogischen Interessen von Schulklassen unterschiedlicher Bildungsgänge und Jahrgänge berücksichtigt. Besondere Programme gibt es für freie Gruppen und Jugendbünde. Auch für Seminargruppen an Hochschulen und Universitäten können „maßgeschneiderte“ Angebote angefragt werden.

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Jugend als Thema

Inhaltlich steht am außerschulischen Lernort Ludwigstein "Jugend" im Mittelpunkt. Der Begriff „Jugend“ hat Geschichte, die Ausgestaltung von Jugendleben unterliegt historisch und aktuell spezifischen Rahmenbedingungen. Ausgangspunkt für das selbständige Forschen im Archiv ist die „Selbsterziehung der Jugend“ als Leitbegriff der historischen Jugendbewegung. Diese hat in der „Meißnerformel“ (1913) ihren populärsten Ausdruck gefunden. Jugendarbeit, Jugendpolitik, Kinder- und Jugendrechten usw. knüpfen daran an.

Am Beispiel von Wandervogel und Bündischer Jugend rücken dabei spezifische Themen in den Blick: Gemeinschaft, Natur, Freiheit, Selbstbestimmung, kulturelle Aktivitäten und Bildung, Teilhabe der Mädchen, Geschlechterverhältnisse, Fragen des Antisemitismus, der Lebensreform usw.

Aus jugendgeschichtlichen Perspektive werden Unterrichtsthemen wie Erster Weltkrieg, Nationalsozialismus, Judenverfolgung und Holocaust, Nachkriegszeit anhand authentischer Quellen im Archiv erfahrbar.