Vom Tonband zur wav-Datei

12.06.2017


Tonband, Schallplatte, Musikkassette - in den meisten Privathaushalten haben die Abspielgeräte für diese Dinosaurier der Tonspeicherung längst ausgedient. Zu groß sind die Vorzüge digitaler Audiotechnik, sodass die Speicher- und Nutzungsmedien dafür beständig weiterentwickelt werden. Für Archive wie mit ihren Tonträgersammlungen bedeutet das zweierlei: zum einen sind die meisten Trägermaterialien nicht "für die Ewigkeit" gemacht, d. h. es drohen durch die Alterungsprozesse erhebliche Informationsverluste. Zum anderen muss den veränderten Hörgewohnheiten Rechnung getragen werden. Mit einem innovativen, gleichwohl einfachen Verfahren wurden im Archiv der deutschen Jugendbewegung nun Digitalisierungs-workflows für Schallplatten und Tonbänder eingerichtet, mit denen Archivarin Birgit Richter den Bestand sukzessive fit für das 21. Jahrhundert macht. Inzwischen sind so bereits mehr als 40 Tonbänder bequem im Archiv nachzuhören.