Historisierung und Selbsthistorisierung. Deutungen zur deutschen Jugendbewegung nach 1945

14.11.2017


Zugehörigkeit, Zeitzeugenschaft und historische Forschung: die Auseinandersetzung mit dem historischen Phänomen "Jugendbewegung" verlangt nach einer gründlichen Verortung der jeweiligen Protagonisten und Autoren. Insbesondere im Umgang mit der NS-Zeit helfen einfache Kategorien nicht weiter - eine gründliche Untersuchung von Biografien, Täter- und Opferschicksalen sowie Fakenanalysen sind die Voraussetzung, um zu verstehen, wie sich vom Wandervogel und der Bündischen Jugend geprägte Menschen im Nationalsozialismus verhalten haben und wie sie damit nach 1945 umgegangen sind.

Diese Themen standen im Mittelpunkt der Archivtagung am letzten Oktoberwochenende, die von mehr als 80 Gästen besucht wurde.  In 17 wissenschaftlichen Vorträgen wurden neueste Erkenntnisse dazu geboten, Aspekte von "Kontinuität und Diskontinuität" und "Belastung" wurden diskutiert, "biographische Annäherungen" vorgenommen.

Prof. Dr. Eckart Conze (Foto) eröffnete die Tagung mit einem konzeptionell richtungweisenden Vortrag.