Freundeskreis der Artamanen - Erinnerungsarbeit und Geschichtsklitterung

31.01.2016

 

Die "Artamanen" gehörten zum radikal-völkischen Flügel der Jugendbewegung, die mit ihrem besonderen Angebot des "Landdienstes", angesiedelt zwischen Arbeitsdienst, Siedlungsprojekten und bündischer Selbsthilfe, seit 1924 starken Zulauf hatten. Wegen ihrer großen Übereinstimmung mit dem Nationalsozialismus wurden sie 1934 in die Hitlerjugend aufgenommen. - Die Geschichtsarbeit der Ehemaligen um den Archivar Bernhard Just, die sich 1966 - 2001 als "Freundeskreis der Artamanen" organisierten, galt der Sammlung aller noch erhaltenen Quellen, mit dem Ziel, den unpolitischen Charakter der Artamanen nachzuweisen. Der an das Archiv der deutschen Jugendbewegung abgegebene Bestand in einem Umfang von 17 Archivkartons (A 227) ist eng verknüpft mit der kleineren Sammlung "Artamanen" (A 82) und wurde jetzt von B. Richter, Archivfachangestellte im AdJb, vollständig erschlossen. - Das Foto zeigt das Gauamt "Pommern" in Großenhagen im Jahr 1926 (AdJb, A 227, Nr. 7).